AnimaPulse

Mikrochip, Tätowierung und Register

Ein Tier zu kennzeichnen sind zwei Dinge, die ständig verwechselt werden — ihm eine Nummer geben, und dafür sorgen, dass diese Nummer zu Ihnen zurückführt.

Zwei Handlungen, nicht eine

Kennzeichnen heißt, dem Tier eine eindeutige Nummer zu geben und diese Nummer an seinem Körper anzubringen — durch einen Chip unter der Haut oder eine Tätowierung.

Registrieren heißt, diese Nummer zusammen mit den Kontaktdaten des Halters in eine Datenbank einzutragen.

Die zweite ist die, die funktioniert. Ein Chip mit veralteten Daten ist eine Nummer, die ins Leere führt: Das Tier wird gefunden, gescannt, identifiziert … und niemand erreicht Sie.

Der Chip

Ein Transponder in der Größe eines Reiskorns, vom Tierarzt unter die Haut gesetzt, meist am Hals. Er ortet nichts — das ist die verbreitetste Verwechslung. Er antwortet nur mit seiner Nummer auf ein Lesegerät, das man an ihn hält. Ein entlaufenes Tier zurückzubekommen hängt also davon ab, dass jemand es zum Tierarzt, ins Tierheim oder zum Fundbüro bringt.

Das Auslesen ist schmerzfrei, der Chip hält ein Tierleben lang, und seine Nummer ist international.

Die Tätowierung

Lange die Norm, heute Restbestand: Sie verblasst, wird auf einem beschädigten Ohr unlesbar und wird für Reisen kaum noch akzeptiert. Früher tätowierte Tiere bleiben gültig gekennzeichnet, gesetzt wird heute aber der Chip — und den verlangen auch die Reisedokumente.

Die Register in Deutschland

Es gibt kein staatliches Haustierregister. Die Eintragung erfolgt bei gemeinnützigen Vereinen, die ein Tier rund um die Uhr suchbar machen: vor allem TASSO e. V. und FINDEFIX (Deutscher Tierschutzbund). Beide sind kostenlos, und die Anmeldung liegt bei Ihnen — der Tierarzt setzt den Chip, er registriert Sie nicht automatisch.

Davon zu trennen sind zwei andere Meldewege, die keine Fundtier-Register sind: die Hundesteueranmeldung bei Ihrer Gemeinde und, in manchen Bundesländern, ein zentrales Hunderegister der Landesbehörden.

Drei Dinge gehören gemeldet:

Ein Tier bei TASSO oder FINDEFIX als vermisst zu melden ist eine konkrete Handlung: Es gilt dann als gesucht, sobald irgendwo ausgelesen wird.

Pflicht oder nicht?

Für Hunde hängt es vom Bundesland ab: Mehrere Länder schreiben Chip und Registrierung in ihren Hundegesetzen vor, andere nicht. Für Katzen gibt es keine bundesweite Pflicht, doch immer mehr Gemeinden erlassen eine Katzenschutzverordnung, die für Freigänger Kennzeichnung, Registrierung und Kastration verlangt.

Unabhängig davon ist der Chip Pflicht für jede Reise ins Ausland — ohne ihn kein EU-Heimtierausweis — und Voraussetzung für viele Pensionen und Versicherungen.

Und eine Notfallkarte?

Die Kennzeichnung deckt das Tier ab, das von einer Fachperson gefunden wird. Der Person, die es an einem Sonntag auf der Straße aufliest, sagt sie nichts.

Dafür gibt es die Notfallkarte von AnimaPulse: ein A5-Blatt mit einem QR-Code zum Ausschneiden für die Halsbandmarke, mit Name des Tieres, Chipnummer, Ihren Kontaktdaten, denen Ihrer Praxis, Allergien und laufenden Behandlungen. Der QR-Code enthält reinen Text — er lässt sich ohne Netz und ohne App mit jedem Telefon lesen.

Beides ergänzt sich: das Register für Fachleute, die Marke für Passanten.

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Seite aktualisiert am 8. August 2026.